Fake-Rechnungen und falsche Bankdaten erkennen
Gefälschte Rechnungen sehen oft echt aus. Meist fällt der Betrug erst auf, wenn das Geld weg ist. Ein paar feste Prüfschritte helfen. Alle Beispiele sind erfunden.
Typische Maschen
- Geänderte Bankverbindung: Die Musterbau GmbH erhält eine E-Mail ihres langjährigen Lieferanten: Man habe die Bank gewechselt, bitte künftig auf ein neues Konto zahlen. Absender und Logo stimmen, die Adresse ist aber um einen Buchstaben anders.
- Erfundene Firma: Eine Rechnung der „Beispiel Handels GmbH“ über Büromaterial, das nie bestellt wurde. Im Handelsregister gibt es die Firma nicht.
- Eintragungsangebote: Ein Schreiben, das wie eine Gebühr für das Handelsregister aussieht, ist in Wahrheit ein Angebot für einen privaten Verzeichniseintrag.
Warnsignale
- Neue oder geänderte IBAN, besonders mit ausländischem Länderkürzel bei einem deutschen Partner
- Zeitdruck, etwa „bitte heute noch überweisen“
- Kleine Abweichungen in E-Mail-Adresse, Firmenname oder Rechtsform
- Fehlende oder ungültige USt-IdNr., fehlende Registernummer
- Kontoinhaber passt nicht zum Rechnungssteller
So prüfen Sie Bankdaten
- Bestätigen Sie jede Änderung der Bankverbindung über einen Weg, den Sie selbst kennen, etwa die Telefonnummer aus Ihren Stammdaten. Nicht über die Kontaktdaten aus der verdächtigen E-Mail.
- Prüfen Sie, ob die IBAN formal gültig ist und zu welcher Bank und welchem Land sie gehört.
- Nutzen Sie bei SEPA-Überweisungen den Empfängerabgleich Ihrer Bank. Er zeigt an, ob Name und IBAN zusammenpassen.
- Gleichen Sie Firmenname, Sitz und Registernummer mit dem Handelsregister ab.
- Legen Sie fest, dass Änderungen von Bankdaten immer von einer zweiten Person freigegeben werden.
Valifex prüft IBAN, Register und USt-IdNr. in einer Prüfung und hält das Ergebnis im Prüfbericht fest.
Dieser Artikel gibt einen allgemeinen Überblick, Stand 3. November 2026. Er ist keine Rechts- oder Steuerberatung und ersetzt nicht die Prüfung des Einzelfalls.