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Ratgeber

Neue Lieferanten und Kunden sauber anlegen

Die meisten Betrugsfälle mit falschen Firmen und falschen Bankdaten beginnen mit einem unscheinbaren Schritt: der Anlage eines neuen Stammsatzes. Eine kurze, feste Routine schützt vor vielen Fehlern.

03.11.2026 · 2 Minuten Lesezeit

Kurz gesagt

Checkliste für die Anlage

  1. Identität: Firma, Rechtsform und Sitz mit dem Handelsregister abgleichen.
  2. Steuern: Bei Partnern aus dem EU-Ausland die USt-IdNr. qualifiziert bestätigen lassen.
  3. Vertretung: Prüfen, ob Ihr Ansprechpartner oder Unterzeichner das Unternehmen vertreten darf.
  4. Bankverbindung: IBAN auf Plausibilität prüfen und mit dem Land des Partners vergleichen.
  5. Sanktionen: Firma und, soweit bekannt, Geschäftsführung mit den Sanktionslisten abgleichen.
  6. Insolvenz: Bekanntmachungen auf Insolvenz oder Liquidation prüfen.
  7. Website: Impressum mit den Registerdaten vergleichen.
  8. Ablage: Prüfergebnis mit Datum zum Stammsatz legen.

Vier-Augen-Prinzip

Wer einen Lieferanten anlegt, sollte nicht auch allein Zahlungen an ihn freigeben. Besonders wichtig ist die Trennung bei Änderungen der Bankverbindung. Eine zweite Person bestätigt die Änderung, nachdem sie beim Partner über eine bekannte Telefonnummer nachgefragt hat, nicht über die Nummer aus der E-Mail mit der Änderungsbitte.

Warnsignale für Scheinfirmen

Keines dieser Zeichen beweist einen Betrug. Treten mehrere zusammen auf, lohnt es sich aber, genauer hinzusehen.

Regelmäßig nachprüfen

Ein Partner, der heute unauffällig ist, kann morgen umziehen, die Geschäftsführung wechseln oder Insolvenz anmelden. Prüfen Sie wichtige Partner deshalb nicht nur bei der Anlage, sondern regelmäßig, oder lassen Sie sie überwachen.

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Dieser Artikel gibt einen allgemeinen Überblick, Stand November 2026. Er ist keine Rechts- oder Steuerberatung und ersetzt nicht die Prüfung des Einzelfalls durch Ihre Steuerberatung oder Rechtsberatung.

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